Eine Masterarbeit über AM ADLER – und was daraus werden könnte

Manchmal schaut jemand von außen auf einen Ort – und sieht plötzlich mehr als wir selbst. Christof Ritter, Masterstudent an der HTWK Leipzig, hat seine Abschlussarbeit über AM ADLER geschrieben. Über diese Brache an der Kreuzung im Südwesten von Leipzig. Über das, was hier möglich wäre. Und das Verrückte ist: Je länger man die Arbeit liest, desto mehr denkt man – eigentlich ist das gar nicht kompliziert.

Nicht warten. Machen.

Die Idee ist einfach. Statt auf eine perfekte, endgültige Lösung zu warten, könnte hier etwas Temporäres entstehen. Etwas, das nicht für 100 Jahre gedacht ist. Sondern für jetzt. Ein Gerüst. Eine Struktur. Ein Turm vielleicht, oder ein Raum. Etwas, das sichtbar ist. Das zeigt: Hier passiert was. Das man wieder abbauen, umbauen, erweitern kann. Kein Beton. Kein Hochglanz. Sondern Material, das schon da ist. Holz, Gerüst, wiederverwendete Elemente. Ein System, das wächst, wenn Menschen es nutzen.


Ein Ort, der mehr kann

AM ADLER ist laut. Verkehr. Gleise. Bewegung. Aber genau deshalb ist er auch sichtbar.
Täglich kommen hier Tausende vorbei. Was wäre, wenn sie nicht nur durchfahren, sondern kurz stehenbleiben? Die Masterarbeit denkt das konkret durch: Bühne. Treffpunkt. Ausstellung. Lesung. Sport. Begegnung. Kein fertiges Eventkonzept. Sondern ein offenes Gerüst – im wörtlichen und übertragenen Sinn.


Warum das spannend ist

Weil es kein Traumprojekt auf der grünen Wiese ist. Sondern etwas, das mit einfachen Mitteln anfangen kann. Eine Konstruktion, die man aufstellen kann. Die nicht perfekt sein muss. Die mitwachsen darf. Und plötzlich merkt man: So etwas wäre gar nicht abgehoben. Das wäre machbar. Schritt für Schritt.


Die ganze Arbeit lesen

Wer tiefer einsteigen will: Hier ist die komplette Masterarbeit von Christof Ritter als PDF:

👉 Formen des Temporären – Masterarbeit (PDF)
https://drive.google.com/file/d/13UNB8LncVteJjH8S9BNoc9tHwQ6wgoSj/view?usp=sharing

Über 100 Seiten Ideen, Skizzen, Szenarien – alles konkret auf AM ADLER bezogen.


Und jetzt?

Wir freuen uns ehrlich, dass jemand seine Masterarbeit über diesen Ort geschrieben hat.
Das ist nicht selbstverständlich. Und vielleicht ist das Wichtigste an der Arbeit gar nicht der fertige Entwurf. Sondern der Gedanke dahinter: Man muss nicht immer groß anfangen. Manchmal reicht eine Struktur. Ein Anfang. Etwas, das steht – und sagt: Hier kann mehr sein. Der Rest entsteht dann oft ganz von selbst.

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